Mammut-Überreste bei Bauarbeiten gefunden
Im 1500-Seelen-Dorf Heeßen im Schaumburger Land hat der Landwirt Dirk Hasse vor zwei Wochen eine sensationelle Entdeckung gemacht: Direkt auf seinem Grundstück fand er bei Bauarbeiten Mammutzähne und ein Horn. Nun erforscht das Niedersächsische Landesmuseum die Herkunft der Mammut-Überreste.
Direkt vor der Haustür in einer Baugrube stieß der Landwirt in 4 Meter Tiefe mit dem Bagger auf die Zähne aus der Urzeit. Zurzeit hortet er mit seinem Sohn Justus den Fund wie den eigenen Augapfel. Wie alt die Mammutüberreste sind und wann das Tier gelebt hat, steht noch nicht fest. Seit der Untersuchung durch einen Archäologen wacht Sohn Justus über die Schätze aus dem Erdreich. Täglich wässert der 10-Jährige das Horn. Die Zähne müssen feucht gehalten werden, sonst zerfallen sie zu Staub. Immerhin haben die Überreste des Mammuts vermutlich über 100.000 Jahre auf dem Buckel. Justus nimmt seine Berufung als Mammut-Wart äußerst ernst.
Das Niedersächsische Landesmuseum Hannover verfügt über die Technik, um die Zähne zu konservieren. Anhand von Fotos, glaubt man dort, dass es sich um ein Wollhaar-Mammut handelt, das es eigentlich nur in Sibirien und nicht in Niedersachsen gab. Die Archäologen wollen evtentuell weiter buddeln um nachzuschauen, ob auf dem Grundstück noch mehr Mammutüberreste zu holen sind.
Wann sich Vater und Sohn von den Stücken trennen werden, steht noch nicht fest. Doch eines hat der Familienrat schon beschlossen: Wenn ihre Mammutzähne im Museum ausgestellt werden, kommen sie ihre Schätze aus der Urzeit so oft wie möglich besuchen.



