Adriane Barros, die Ex-Geliebte des früheren mächtigen VW-Betriebsratschefs Klaus Volkert, soll eine viertel Millionen Euro ohne Gegenleistung vom VW-Konzern kassiert haben. Doch das Amtsgericht Wolfsburg hat die 47-Jährige am Mittwoch in allen Punkten freigesprochen.
Die Kammer hat in der Urteilsbegründung Zweifel geäußert, dass die Brasilianerin wirklich nicht wusste, dass es der Volkswagen-Konzern war, der ihr Luxusleben mit dem damaligen Betriebsratschef Klaus Volkert sieben Jahre lang finanzierte. Objektiv sind sich alle Prozessbeteiligten einig: Es gab einen Scheinvertrag, die Zahlungen und die Reisen. Nur in der Bewertung liegen das Gericht und die Staatsanwaltschaft nach wie vor auseinander: Die Ankläger wollen in eine womöglich teure Berufungsverhandlung gehen.