In Rechterfeld bei Visbek im Kreis Vechta herrscht zur Zeit kalte Stimmung. An der erzkatholischen Gemeinde, an der sich ein Homosexueller als Schulleiter beworben hat, sind einige Katholiken strikt dagegen, dass der Schwule neuer Rektor der Grundschule wird. Nachdem die Nominierung zum Grundschulleiter des schwulen, evangelischen Bremers bekannt wurde, meldeten sich Bürger der Gemeinde beim katholischen Pfarrer, um ihre Bedenken zu äußern. Dieser leitete die Sorgen der anonymen Anrufer weiter.
Im Internet stehen die Bürger hinter ihm: "Jeder hat das Recht, sein Leben zu leben und seine Ausrichtungen selbst zu bestimmen."
Doch trotz Unterstützung: der Grundschulleiter-Kandidat ist inzwischen von seiner Bewerbung zurückgetreten. Zu viel Wirbel um seine sexuelle Ausrichtung, die für seinen Beruf eigentlich keine Rolle spielen sollte.
Heute Abend soll ein gemeinsames Gespräch mit allen Betroffenen stattfinden. Danach will sich auch die Gemeinde Visbek wieder äußern.