Am Dienstag gab es die erste Verhandlungsrunde zwischen dem Wolfsburger Konzern Volkswagen und der IG Metall. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr für die VW-Mitarbeiter. Für die IG Metall war es eine gute Ausgangsposition den Haustarifvertrag neu auszuhandeln, denn erst kurz zuvor hatte VW wieder ein sattes Absatzplus bekannt gegeben.
Dabei verdienen die Autobauer bei VW auch an den niedersächsischen Standorten in Wolfsburg, Emden, Hannover, Salzgitter und Braunschweig gar nicht so schlecht. Der Konzern machte im Rekordjahr 2011 ein Plus von 11,3 Milliarden Euro. Jeder der über 100.000 VW-Mitarbeiter erhielt einen Bonus von 7.500 Euro. Auch die Chefetage bei VW kann sich wahrlich nicht über zu wenig Lohn beklagen. Allein Vorstandschef Martin Winterkorn hat im vergangen Jahr rund 17 Millionen Euro als Bonus kassiert. Zum Vergleich: Ein Arbeiter verdient in 40 Jahren bei 3.500 Euro pro Monat am Ende rund 1,4 Millionen Euro.
Die Tarifverhandlung ist vorerst gescheitert. Der bestehende Haustarifvertrag läuft Ende des Monats aus und kann am 25. Mai wieder neu verhandelt werden.