Am Sonntag soll Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao die Hannover-Messe eröffnen. Vor wenigen Tagen wurde ein Solidaritätsplakat für den regimekritischen chinesischen Künstler Ai WeiWei, das 10 Monate an der Hochschule der Expo Plaza hing, ausgetauscht. Nun stellt sich die Frage, ob doch mehr als nur Zufall dahinter steckt.
Ai WeiWei hatte sich immer wieder kritisch gegenüber der chinesischen Regierung geäußert, saß lange Zeit im Gefängnis und steht derzeit unter Hausarrest. Partnerland der Hannover Messe ist in diesem Jahr China. Jetzt wurde das Plakat plötzlich abgehängt. Im Zusammenhang mit der Messe ist für viele diese Aktion nicht nachvollziehbar.
Das es auch anders geht, zeigt Amnesty International. Pünktlich zum Start der Messe planen sie eine große Plakatkampagne in Hannovers Innenstadt. Mit ihr soll auf die Menschenrechtssituation in China aufmerksam gemacht werden.