Skandal um FDP-Politiker: Claus Hübscher zu Besuch bei Ahmadinedschad

Thema am 04.05.2012
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Wer ein öffentliches Amt hat, ist nie ganz privat. Das sollte Claus Hübscher aus Delmenhorst eigentlich wissen. Er ist stellvertretender FDP Kreisvorsitzender. Privat hat er eine Reise in den Iran gemacht und dort auch den äußerst umstrittenen Präsidenten Ahmadinedschad getroffen. Nun hagelt es natürlich massive Kritik von allen politischen Seiten, doch der 65-jährige Delmenhorster verteidigt seinen Besuch beim iranischen Präsidenten.

Die Landes-FDP erwägt rechtliche Schritte. Pikantes Detail im Fall: Hübscher ist Mitglied im Freundeskreis der Jüdischen Gemeinde Delmenhorst. Deren Vorsitzender Pedro Benjamin Becerra kann die Reise in den Iran zwar nachvollziehen, nicht aber den Besuch bei Mahmud Ahmadinedschad. 

Organisiert hat die Reise Yavuz Özuguz. Der Vorsitzende der schiitischen Gemeinde Delmenhorst und des bundesweit tätigen Vereins „Muslimischer Weg“, sowie Betreiber des Internetportals „Muslim-Markt“ fand in den vergangenen Jahren Erwähnung im Verfassungsschutzbericht, auch wurde er im Antisemitismusbericht der Bundesregierung genannt.

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